rauminhalt_harald bichler
space & content
![]() | ![]() |
|---|---|
![]() | ![]() |
![]() | ![]() |
![]() |
Vom 24. Juni bis 30. Juli 2026 ist in den Räumen der Münchner Repräsentanz des französischen Auktionshauses Artcurial die Ausstellung Vertreibung aus dem Vorgarten. Neue Arbeiten zu München des österreichischen Künstlerkollektivs Steinbrener/Dempf & Huber in Kooperation mit der Wiener Galerie rauminhalt_harald bichler zu sehen.
Gezeigt wird eine Werkserie zu Tourismus und den Mechanismen gemeinschaftlicher Erinnerung des bekannten Künstlerkollektivs, welches in München u.a. mit seinem Projekt Victory Spikes im Jahr 2022 großen Erfolg feierte. Für die Intervention am Münchner Siegestor installierte das Kollektiv monumentale, 3,5 Meter hohe Taubenabwehr-Spikes auf dem historischen Triumphbogen. Die Arbeit reagierte auf die internationale Debatte um den
Umgang mit historischen Denkmälern und deren politische Aufladung.
Eröffnet wird die Ausstellung am 24. Juni mit einem Gespräch mit Dr. Bernhart Schwenk, dem Leiter der Sammlung Gegenwartskunst in der Pinakothek der Moderne, München.
Das Wiener Künstlerkollektiv Steinbrener/Dempf & Huber zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den markantesten Positionen der österreichischen Gegenwartskunst. Ihre Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Installation, Fotografie, Architektur und Intervention im öffentlichen Raum. Internationale Aufmerksamkeit erlangte das Trio unter anderem mit Projekten wie Delete!, bei dem 2005 die Wiener Neubaugasse vollständig
von Werbeschildern befreit wurde, oder mit Arbeiten wie Trouble in Paradise, Capricorn Two und Cliffhanger, die sich kritisch mit Konsumkultur, Urbanisierung, Naturbildern und gesellschaftlichen Inszenierungen auseinandersetzen.
Die Serie, die in den Arkaden des Münchner Hofgartens zu sehen ist, knüpft unmittelbar an die langjährige Beschäftigung des Kollektivs mit touristischen Sehnsuchtsbildern und kulturellen Projektionen an. Ausgangspunkt sind historische Postkarten aus den 1890er-Jahren, die Sehenswürdigkeiten Münchens zeigen – idealisierte Ansichten einer Stadt, produziert für Reisende und Sammler:innen einer frühen touristischen Moderne. Bereits in früheren Arbeiten untersuchten Steinbrener/Dempf & Huber die Inszenierung von Landschaft, Stadt und Geschichte als konsumierbare Oberfläche. Durch ihre Eingriffe entziehen die Künstler diesen Bildern ihre vermeintliche Eindeutigkeit und öffnen neue Lesarten zwischen Dokument, Fiktion und gesellschaftlicher Konstruktion. Gerade im Spannungsfeld zwischen historischer Postkarte, touristischem Blick und zeitgenössischer Bildmanipulation entfaltet die Serie ihre besondere Aktualität.
24.6. – 30.7.2026
Steinbrener/Dempf & Huber
Vertreibung aus dem Vorgarten. Neue Arbeiten zu München
Artcurial München






